Bildausschnitte & Goldener Schnitt für Arme

Ansicht eines Bildes in Adobe Photoshop mit aktivem Freistellungswerkzeug

In Photoshop lege ich zunächst mit dem Freistellungswerkzeug den Bildausschnitt fest. Bei meinen Blog sind das immer Hochformatbilder in der Größe 680 x 900 Pixel.

Es doch mal ein Querformat sein muss, dann entspricht die Bildgröße 680px x 450px.

Dabei versuche ich mich an eine einfache Variante des sogenannten Goldenen Schnitts zu halten, die Drittel-Regel.

Aus 1 mach‘ 2

Ansicht eines Bildes in Adobe Photoshop mit aktivem Dialog Ebene duplizieren

Wenn der Ausschnitt gemacht ist, geht es an die Vorbereitung der nächsten Schritte.

Hierfür dupliziere das Originalbild zunächst in eine neue Ebene.

Eine Ebene duplizieren kannst Du, in dem Du im Ebenenfenster über einen rechten Mausklick auf die zu duplizierende Ebene den Ebenendialog öffnest und auf „Ebene duplizieren…“ klickst.

In dem sich öffnenden Fenster einfach alle Einstellungen so belassen wie sie sind und auf OK klicken. Die neue Ebene wird erzeugt.

Umgebung abdunkeln

Ansicht eines Bildes in Adobe Photoshop mit geöffneten Dialogfenster Gradiationskurve

Auf der neu erzeugten Ebene dunkle ich jetzt das Bild etwas ab. Dazu nutze ich das Korrekturwerkzeug Gradiationskurven.

Das Werkzeug befindet sich im Hauptmenü unter Bild » Korrekturen » Gradiationskurven.

In dem sich öffnenden Fenster befindet sich auf der linken Seite das Histogramm des aktuellen Bildes. Über diesem Histrogramm befindet sich eine diagonal verlaufende, weiße Linie.

Beim Überfahren der Linie mit der Maus wird eine Art Fadenkreuz sichtbar. Durch Klicken und Halten der linken Maustaste kann die Linie jetzt verschoben werden. Ein Verschieben über die ursprüngliche Linie hellt das Bild auf, ein Verschieben unterhalb der ursprünglichen Linie dunkelt das Bild ab.

In neun von zehn Fällen setze ich das Fadenkreuz in der Mitte des untersten, linken Kästchens und ziehe dies nur leicht unter die ursprüngliche Linie.

Dieses Werkzeug ist sehr mächtig und ich kratze hier nicht mal an der Oberfläche. Mehr darüber erfährst Du in diesem Artikel auf WebmasterPro.

Simsalabim Verschwindibus

Nun kommt der eigentliche und – zumindest am Anfang aufwendigste – Schritt: Um dem Hauptobjekt später mehr Fokus zu geben, entferne ich das Hauptobjekt aus der duplizierten Ebene.

Dazu schalte ich zunächst die Ebene mit dem Originalbild auf nicht sichtbar und wechsele dann wieder zurück auf die duplizierte Ebene.

Ansicht eines Bildes in Adobe Photoshop mit aktivem Radiergummi-Werzeug und teils ausradiertem Cranachan im Vordergrund

Jetzt kommt das Radiergummi-Werkzeug zum Einsatz: Mit diesem Werkzeug entferne ich jetzt das Hauptobjekt in der duplizierten Ebene. Hier im Beispiel also das vorderste Glas mit Cranachan.

Der Radius als auch die Härte des Radiergummis lässt sich in der oberen Werkzeugleiste einstellen. Als Härte verwende ich immer 95%, die Größe variiert in Abhängigkeit zur auszuradierenden Fläche und kann durchaus schon mal nur 2 Pixel betragen.

Und schwups, wieder da

Wenn ich das Objekt fertig ausradiert habe, setze ich die Originalebene wieder auf sichtbar, um das Hauptobjekt wieder ins Bild zurückzuholen und die Wirkung zu überprüfen.

Meistens wende ich jetzt auf der Originalebene noch den Filter Scharfzeichnen an, um den Fokus noch weiter zu intensivieren.

Ansicht eines Bildes in Adobe Photoshop mit neu zusammengesetzem Bild des Cranachan

Wichtig ist, dass das Scharfzeichnen immer erst nach dem Erzeugen der duplizierten Ebene erfolgt. Denn dieser Filter wirkt auf das gesamte Bild. Also auch auf im Hintergrund befindliche Objekte, deren Unschärfe (Bokeh) ich aber auf jeden Fall erhalten möchte.

Sehr selten kommt jetzt auf der Originalebene noch mal die Gradiationskurve zum Einsatz.

Allerdings diesmal in die entgegengesetzte Richtung, um eine leichte Aufhellung des Hauptobjekts zu erreichen.