Ablauf eines Food-Shootings

Food-Fotografie: Ein Blick hinter meine Kulissen

Ablauf eines Food-Shooting

Nachfolgend beschreibe ich Dir am Beispiel für das schottische Dessert Cranachan, wie bei mir typischerweise ein Food-Shooting abläuft, angefangen von der Setup-Planung bishin zur Nachbearbeitung in Adobe Photoshop.

Das Setup

Bevor es an das eigentliche Fotografieren geht, überlege ich mir zunächst, wie ich das Gericht in Szene setzen möchte. Diese Überlegungen stelle oftmals sogar noch vor dem Kochen an und nutze meistens sogar das in meinem Büro befindliche Whiteboard, um mir Skizzen von und Notizen zu möglichen Arrangements zu machen.

Dazu zählen unter anderem die Frage nach der Dekoration (die sogenannten props) und deren Anordnung im Verhältnis zum Hauptobjekt und zum Aufnahmewinkel.

Eine weitere wichtigste Frage ist die nach dem Untergrund und dem Hintergrund. Denn am meisten wird ein Bild von diesen beiden Faktoren beeinflusst.

Um die Setups zu testen, mache ich in der Regel zuvor Dry Runs.

Blick von hinter der Kamera auf Fototisch mit  Setup für Cranachan

Ein Dry Run meint, dass ich einige Aufnahmen mit den verschiedenen Setups aus unterschiedlichen Winkeln mache.

Sobald die Test-Setups durchfotografiert sind, überprüfe ich diese zunächst am Rechner. Denn das, was im Sucher oder im Kameradisplay gut aussieht, muss sich nicht zwangsläufig auch am großen Monitor bewahrheiten.

Erst dann geht es ans finale Shooting.

Vorauswahl

Obwohl ich recht gut vorbereitet ins finale Shooting gehe, kommen am Ende doch meist sehr viele Aufnahmen zusammen. In der Regel irgendwas zwischen 30 und 50 Bildern.

Diese Aufnahmen unterziehe ich dann in Adobe Bridge einer ersten Sichtung und sortiere schon mal alle Bilder mit Unschärfen, schlechter Belichtung etc. aus.

Ziel ist es, die Menge der Bilder auf einen Pool von ungefähr zehn Bildern einzudampfen, mit dem ich weiterarbeiten möchte.

RAW-Anpassungen

Anzeige eines Bild im Adobe Camera Raw-Modul - unbearbeitet

Diese Bilder öffne ich dann im Camera-Raw-Modul von Photoshop und mache die oben genannten Einstellungen:

  • Weißabgleich: Tageslicht
  • Klarheit: +20
  • Dynamik: +20
  • Sättigung : +5 bis maximal +10

Anzeige eines Bild im Adobe Camera Raw-Modul - bearbeitet mit den Einstellungen Weißabgleich (Tageslicht) - Klarheit (+20) - Dynamik (+20) - Sättigung (+10)

Wenn mir, wie in diesem Beispielfall, das Bild nach den Anpassungen im Camera Raw-Modul immer noch gefällt, geht es an die eigentliche Bearbeitung in Photoshop.

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